Kurze Informationen über die Türkei

Die Türkei ist eines der schönsten Urlaubsländer der Welt. Geografisch zu 97 % in Asien und nur 3 % in Europa liegend, entwickelt sich die Türkei politisch sehr europäisch. Dies zeigen auch die Beitrittsverhandlungen zur EU. Nach westlichem Standard sind Wirtschaft und Infrastruktur ausgerichtet, wovon man sich nicht nur in den Touristenmetropolen Antalya, Konya oder Istanbul (früher Konstantinopel), sondern auch in der Hauptstadt Ankara überzeugen kann. Die Türkei hat gleich drei Küstengebiete vorzuweisen. Zum einen liegt sie im Osten am Ägäischen Meer, zum anderen im Süden am Mittelmeer und noch dazu im Norden am Schwarzen Meer. Das Landschaftsbild prägen vor allem im Bosporus und in der thrakischen Hochebene, die auf dem europäischen Teil liegt, weite Steppen, fruchtbare Äcker Böden und leichte Hügel mit Büschen und Wäldern.

In der Ägäis Region findet man vor allem neben Zypressen und Ölbäumen auch viele Weingüter. Als Touristenziel sei hier die Stadt Troja genannt. Am Schwarzen Meer entlang erstrecken sich viele Berge und Wälder. Hier werden vor allem Tabak, Tee und Mais angebaut. Auch an der Mittelmeerküste befinden sich einige Gebirgszüge. Da hier das Klima wesentlich wärmer ist, werden vor allem Zitrusfrüchte und Bananen sowie Baumwolle angebaut. Die größte Region auf dem asiatischen Kontinent ist Anatolien, welche in Nord-, Zentral- und Südanatolien unterschieden wird. In Nordanatolien befindet sich vor allem die Region am Schwarzen Meer, jedoch die älteste kulturelle Siedlungsregion findet man in Südanatolien. Hier treffen auch die Flüsse Euphrat und Tigris aufeinander. Die Region wird vorwiegen für Pistazien-, Gerste- und Weizenanbau genutzt.

Zentralanatolien hat für Abenteuertouristen einiges zu bieten. Hier finden sich nicht nur die höchsten Berge der Türkei mit bis zu 3900 m Höhe, sondern auch uralte Wohnhöhlen und Felsenkirchen mitten im Tuffstein auf über 2000 m Höhe, welche man im Osten Anatoliens findet. Das Innere Anatoliens ist eine sehr trockene und heiße Steppenlandschaft, die teilweise sogar wüstenähnliche Züge annimmt. Hier findet sich auch der berühmte Salzsee Tuz Gölü. Im Winter jedoch kann es hier auch weit unter die Null-Grad-Grenze gehen.

1.    In der Türkei treffen Abendland und Morgenland aufeinander.

2.    Fast die Hälfte des Neuen Testaments erwähnt Orte der heutigen Türkei. Zugleich gibt es aber auch im Alten Testament viele Bezüge zu diesem Land.

3.    Die historischen Namen der heutigen Türkei sind: Kleinasien (lateinisch Asia minor, altgriechisch Μικρά Ἀσία Mikra Asia) oder Anatolien (von altgriechisch ἀνατολή anatolē ‚Osten‘; türkisch Anadolu; osmanisch اناطولی, ÝA Anaṭolı) ist jener Teil der heutigen Türkei, der zu Vorderasien gehört und Ex-Orient Lux.

4.    die Türkei über 8300 Kilometer Küstenstreifen verfügt . Somit sind die Küsten der Türkei länger als die Küsten Italien und Spaniens zusammen? 

5.    Die antiken Regionen sind; Äolien, Armenien, Bithynien, Galatien, Hellespont (Dardanellen), Isauerien, Karien, Kilikien, Kommagene, Lydien, Lykaonien, Lykien, Mysien, Kappadokien, Pamphylien, Paphlagonien, Pisidien, Pontus, Thrakien, Troas und befinden sich alle in der heutigen Türkei.

6.    Der älteste Tempel der Menschheit befindet sich 17 östlich von Urfa; Göbekli Tepe wird auf 9500 v. Chr. zugeordnet.

7.    Eines der ersten Naturgemälde der Menschheit wurde in Çatalhöyük (6200 v. Chr.) an die Wände der Megaronhäuser gemalt. Es stellt den Ausbruch des Vulkans Hassan Dag dar.

8.    Der erste bekannte schriftliche Friedensvertrag der Geschichte wurde 1284 v.Chr. in Kadesch von dem Hethiter-König Hattuschili und Pharao Ramses II. niedergelegt.

9.    Homer ist in Izmir (Smyrna) geboren und beschreibt in seinen Werken das sagenumwobene Troja und dessen Kriege.

10. Milet ist die Stadt des Thales, Anaximandros, Anaximenes, Hippodamos und Hekataios.

11. Auch Herodot, Galenos, Apollonios, Anaxagoras, Skopelianos und Kleanthes waren Anatolier.

12. Die Philosophen Anaxagoras von Klazomenai, Anaximander von Milet, Anaximenes von Milet, Aspasia von Milet, Alexander von Aphrodisias, Apollonios von Tyana, Athenodoros von Tarsos, Antipatros von Tarsos, Apellikon von Teos, Antipater von Hierapolis, Bias von Priene, Chrysanthios von Sardes, Chrysippos von Soloi, Diogenes von Tarsos, Diodoros von Aspendos, Epiktet von Hierapolis, Herakleitos von Ephesos, Kleanthes von Assos, Thales von Milet, Xenokrates von Chalkedon, Xenophanes von Kolophon und Zenon von Tarsos lebten und wirkten in der Türkei.

13. Die Architekten Anthemios von Tralleis, Hermogenes von Alabanda, Hippodamos von Milet, Isidoros von Milet, Sostratos von Knidos und Theodoros von Phokaia arbeiteten hier.

14. Die Mediziner Galenos von Pergamon und Xenokrates von Aphrodisias zeigten ihr Können.

15. Die Mathematiker Apollonios von Perge und Eudoxos von Knidos erforschten die Welt der Zahlen.

16. Die Geographen Aristodemoos von Nysa, Hipparchos von Nikaia und Strabon von Amaseia hielten die damalige Welt kartographisch fest.

17. Die Dichter Aratos von Soloi, Aristeides von Milet, Anakreon von Teos, Aelios Phlegon von Tralleis, Alkman von Sardes, Alkaios von Lesbos, Chariton von Aphrodisias, Hipponax von Ephesos, Hesiod von Kyme, Kallinos von Ephesos, Lukianos von Samosata, Mimnermos von Kolophon, Straton von Sardes und die Dichterin Sappho von Lesbos schufen ihre Werke.

18. Die Theologen Apollinaris von Hierapolis, Arnphilochios von Iconium, Bardesanes von Edessa, Basileios von Caesarea, Diodoros von Tarsos, Eusebios von Nikomedien, Ephraim von Nisibis/ Edessa, Rörmilianos von Caesarea, Gregorios von Nazianz, Gregorios von Nyssa, Ibas von Edessa, Johannes Chrysostomos von Antiochien, Ignatios von Antiochien, Jakobos von Nisibis, Lukianos von Samosata (der Märtyrer), Meliton von Sardes, Narses von Nisibis, Noetos von Smyrna, Papias von Hierapolis, Paulos von Samosata, Philippos von Hierapolis, Polykarp von Smyrna, Rabulas von Edessa, Theophilos von Antiochien und Theodoros von Mopsuestia bemühten sich um Glaubenserkenntnis.

19. Die Historiker Arrianos von Nikomedien, Asinius Pollio von Tralleis, Cassius Dio von Nikaia, Ephoros von Kyme, Hekataios von Milet, Herodotos von Halikarnassos und Philippos von Side bewahrten die Geschehnisse der Vergangenheit vor dem Vergessen.

20. Die Rhetoriker Aelios Aristeides von Smyrna, Apollonios von Alabanda (Apollonios), Molon von Alabanda, Diodoros Zonas von Sardes, Dion Chrysostomos von Bursa, A. Libanios von Antiochien, Polemon von Laokikeia und Varus (der Storch) von Perge feilten an der Redekunst.

21. Feldherr und Feinschmecker Lukullus mit seinen Legionen die römische Provinz Kleinasiens durchquerte und von dort den ersten Kirschbaum nach Rom mitbrachte?

22. Der erste Schönheitswettbewerb fand an der Westküste der Türkei auf dem Berg Kazdağ statt. Paris war der Schiedsrichter, Aphrodite, Hera und Athena traten als Wettbewerberinnen an.

23. Das älteste Schiffswrack wurde von Don Frey an der Südküste der Türkei bei Kaş/Antalya geborgen.

24. In Sardes prägte der legendären König Krösus 640 v.Chr. die ersten Goldmünzen.

25. Die Seidenstraße und die im 6.Jhr. von den Persern angelegte Königstraße verlief von Susa bis Sardes.

26. Zwei der Weltwunder der Antike standen in der Türkei: Der Tempel der Artemis, das Artemision von Ephesos (Selcuk/Izmir), und das Grab des Mausoleios in Halikarnassos (Bodrum/Muðla).

27. Alexander der Große den gordischen Knoten in der Nähe von Ankara gelöst haben soll, der doppelte Knoten türkischer Teppiche "Gördes Düğümü" genannt wird, und das der türkische Ausdruck für einen gordischen Knoten ist?

28. die schönsten und besten Teppiche der Welt im 13 Jh., wie schon von Marco Polo beschrieben, in der türkischen Stadt Konya hergestellt wurden, und es im Mevlana-Museum in Konya einen Teppich zu bestaunen gibt, der mit 144 Knoten pro cm2; gewebt wurde?

29. Julius Cäsar triumphierte 47 v.Chr. in Amasya (Nord-östlich von Ankara) mit dem Spruch: „Veni, Vidi, Vici!“

30. Kleopatra und Marcus Antonius 100 Tage ihrer Flitterwochen in Alanya verbracht hatten?

31. Nachdem die Ägypter die Ausfuhr von Papyrus verboten hatten, befahl der König von Pergamon, den Papierbedarf mit einem neuen Material zu decken. Man erfand daraufhin das Schreiben auf hauchdünnen Tierhäuten, dem sogenannten „Pergament“.

32. Die Flüsse Euphrat und Tigris entspringen in der Türkei.

33. Der Berg Ağrı (Ararat) mit seinen 5.165 m, auf dem nach christlicher Tradition die Arche Noah gestrandet ist, und die Stadt Iğdır, aus welcher der Legende nach die Taube mit dem Olivenzweig zur Arche Noahs zurückkehrte, sind Zeugen der Sintflut.

34. In Harran vermutet man den Aufenthaltsort Abrahams mit seiner Frau Sara, bevor er nach von wo aus er mit seiner Familie in das Land Kanaan zog.

35. Bevor die Türken im Jahre 1071 n.Chr. in Anatolien eindrangen, hatte das Christentum bereits seine wichtigste Entfaltung innerhalb der Grenzen der heutigen Türkei erfahren.

36. Die Türkische Sprache wie auch Ungarisch, Finnisch, Japanisch, Mongolisch und Koreanisch zur "Ural-Altaischen" Sprachgruppe gehört?

37. Weltweit über 250 Millionen Menschen die Türkische Sprache und ihre Dialekte sprechen?

38. Besonders Sehenswert ist die Stadt Edessa, das heutige Urfa.

39. Karkemisch Barak liegt südlich in Anatolien am Ufer des Euphrat.

40. Kanesch, das heutige Kültepe, finden wir bei Kayseri in Zentralanatolien.

41. Gordion (Stichwort: „Gordischer Knoten“), das der legendäre König Midas regierte, die Hauptstadt von Meschech, liegt in Zentralwestanatolien.

42. Sefarad, wahrscheinlich das heutige Sardes, das in Obadja 20-21 mit Namen Sarepta erwähnt wird, kann besucht werden.

43. Die Jesusanhänger nennen sich, in Antiochia am Orontes oder Antiochien (altgriechisch Ἀντιόχεια ἡ ἐπὶ Ὀρόντου Antiócheia hē epì Oróntou, auch Ἀντιόχεια ἡ Μεγάλη Antiócheia hē Megálē, ‚Antiocheia die Große‘; lateinisch Antiochia ad Orontes) heute Antakya, zum ersten Mal „Christen“.

44. Die von den Römern verfolgten ersten Christen fanden in Kappadokien ihre Zufluchtsstätte.

45. Von den 14 Nothelfern sind neun aus Anatolien. Achatius, Barbara von Nikomedien, Blasius, Christophorus, Erasmus, Eustachius, Georg (Heiliger), Margareta von Antiochia, Pantaleon (Heiliger) von Nikomedia

46. Der Apostel Paulus ist an der Südküste der Türkei in Tarsus nahe der kilikischen Pforte geboren. Während seiner ersten Missionsreise hielt er in Antochien in Pisidien seine erste Predigt.

47. Paulus lebte lange (ca. 4,5 Jahre) in Ephesus und lehrte in der Schule des Tyrannus.

48. Maria, die Mutter Jesu, hielt sich nach Jesu Tod in Ephesus und Umgebung auf.

49. Der Apostel Johannes lebte in Ephesus. Die Gemeinden der sieben Sendschreiben der Offenbarung befinden sich alle in der Türkei: Ephesus (Efes), Smyrna (Izmir), Pergamon (Bergama), Thyatira (Akhisar), Sardes (Sart), Philadelphia (Alaşehir) und Laodicea (Goncalı/ Denizli).

50. Der Bischoff Nikolaus wurde in Patara geboren und lebte und starb in Myra.

51. Die Städte Knidos, Milet, Kolossä, Hierapolis, Adramyttium, Assos und Alexandria Troas werden in der Apostelgeschichte erwähnt.

52. Die ersten sieben ökumenischen Konzile der Alten Kirche wurden in der heutigen Türkei abgehalten: In Nicäa, Chalkedon, Konstantinopel und in Ephesus. Der Papst beruft auch heute noch Konzile ein zur Entscheidung strittiger Glaubensfragen. Die Katholische Kirche zählt 21 ökumenische Konzile, die Orthodoxe Kirche dagegen nur die ersten sieben, die vor dem Schisma von 1054, das zur Trennung der Alten Kirche in Ost- und Westkirche führte, abgehalten wurden. Das erste Konzil ist das Konzil von Nicäa, das 325 einberufen wurde, zwölf Jahre nachdem Kaiser Konstantin im Römischen Reich das Christentum zugelassen hatte. Die folgenden 20 ökumenischen Konzile sind:

53. Konzil von Konstantinopel (381), Konzil von Ephesus (431), Konzil von Chalkedon (451), 2. Konzil von Konstantinopel (553), 3. Konzil von Konstantinopel (680-681), 2. Konzil von Nicäa (787), 4. Konzil von Konstantinopel (869-870), 1. Laterankonzil (1123), 2. Laterankonzil (1139), 3. Laterankonzil (1179), 4. Laterankonzil (1215), 1. Konzil von Lyon (1245), 2. Konzil von Lyon (1274), Konzil von Vienne (1311-1312), Konzil von Konstanz (1414-1418), Konzil von Basel-Ferrara-Florenz (1431-1449), 5. Laterankonzil (1512-1517), Konzil von Trient (1545-1563), 1. Vatikanisches Konzil (1869-1870), 2. Vatikanisches Konzil (1962-1965).

54. Zu den Konzilen, auf denen Beschlüsse von nachhaltiger Bedeutung gefasst wurden, gehören: das 2. Konzil von Nicäa, das die Bilderverehrung bestätigte; das 4. Lateralkonzil, auf dem der Begriff der „Transsubstantiation” geprägt wurde; das Konzil von Konstanz, welches das Abendländische Schisma beendete; das Konzil von Trient, das die Transsubstantiationslehre bestätigte und das Luthertum und den Calvinismus verwarf; und das 1. Vatikanische Konzil, das die Unfehlbarkeit des Papstes betonte, sofern er „ex cathedra“ (vom Lehrstuhl Petri herab) spricht.

55. In Istanbul ist ein Patriarchat der Griechisch-orthodoxen Kirche angesiedelt und eins der armenischen Kirche.

56. Die Hagia Sophia, ein Jahrtausend lang die größte Kirche des Christentums, ist heute noch ein Wahrzeichen Istanbuls.

57. In Istanbul versicherte der Imperator der Seldschuken die Kaufleute zum ersten Mal in der Geschichte gegen Warenverlust und ersetzte ihnen bei Verlust ihre Ware. Er gründete überall entlang der Seidenstraße Karawansereien.

58. Leonardo da Vinci hat den Entwurf einer Brücke zwischen Europa und Asien gezeichnet, die jedoch nicht in die Tat umgesetzt wurde

59. Die Tulpe gelangte 1554 n. Chr. durch den Botschafter Charles V., dem Ogier Ghiselin de Busbecq, von Anatolien nach Europa.

60. Das Wort „Joghurt“ stammt aus dem Türkischen; dies ist nicht erstaunlich, denn Joghurt wird in der Türkei fast zu jeder Mahlzeit gegessen.

61. Bevor die Türken im Jahre 1071 n.Chr. in Anatolien eindrangen, hatte das Christentum bereits seine wichtigste Entfaltung innerhalb der Grenzen der heutigen Türkei erfahren.

62. Sultan Beyazit II. sandte die osmanische Marine aus, um das jüdische Volk, das aus Spanien vertrieben war, in die Türkei zu bringen.

63. Hezarfen Ahmet Celebi sprang als erster Mensch im 17.Jhr. vom Galata-Turm, überquerte schwimmend den Bosporus und landete auf der asiatischen Seite der Stadt.

64. Die Endstation des legendären Orient-Express war der Sirkeci Bahnhof in Istanbul.

65. 1994 nannte der Papst die Türkei „ein heiliges Land der Urkirche.

66. 1998 hat der Päpstliche Rat seinen 5. Internationalen Kongress für Tourismus in Izmir und Ephesus abgehalten. Kardinal Chelis Begründung dafür lautete: „So wie Palästina das Land Jesu ist, so ist die Türkei das Land der Kirche“.

67. UNESCO-Welterbestätten in der Türkei sind; Nationalpark Göreme und Felsendenkmäler von Kappadokien, Große Moschee und Krankenhaus von Divriði, Ruinen von Hattuša, Monumentalgrabstätte auf dem Berg Nemrut, Ruinen von Xanthos mit dem Heiligtum der Letoon, Antike Stadt Hierapolis, Pamukkale, Altstadt von Safranbolu, Archäologische Stätte von Troja, Jungsteinzeitliche Fundstätte von Çatalhöyük, Bursa und Cumalıkızık: Die Geburt des Osmanischen Reiches, Pergamon und seine vielschichtige Kulturlandschaft.

68. 85% der Welternte an Haselnüssen in der Türkei geerntet werden?

69. es in der Türkei 191 Fischarten gibt?

70. es in der Türkei ca. 9000 verschiedene Samengewächse gibt, davon 3000 Einheimische? In ganz Europa gibt es 11500 verschiedene Blumenarten.

71. die türkische Küche neben der Chinesischen und Französischen zu den drei Weltgrößten gehört?

72. die Türkei zu den acht Ländern der Welt zählt, die sich selbst durch Nahrungsmittel-Eigenproduktionen versorgt? Die Türkei ist Nr. 1 in Europa und Nr. 7 auf der Erde in der Landwirtschaft. Die Türkei kann mit seiner jetzigen Nahrungsmittelproduktion 150.000.000 Menschen ernähren.

73. in der Türkei 20 verschiedene Amphibienarten, 8 Lurch Arten und 12 Froscharten leben, wobei die häufigste Froschart in der Türkei der Seefrosch ist?

74. in der Türkei bislang 426 Vogelarten entdeckt worden sind, und von ihnen rund 240 Arten regelmäßig in der Türkei ihre Brutstätten haben?

75. in der Türkei der Kangal - Knabberfisch lebt? Dieser Fisch hilft bei der Heilung von Hautkrankheiten (Schuppenflechte). Er knabbert überschüssiges Hautgewebe ab und injiziert dabei Sekrete, die über die Haut in die Blutbahn geraten?

76. in der Türkei seit 4000 Jahren Wein angebaut und produziert wird?

77. Die Pockenimpfung wurde erstmals von Türken entwickelt. Lady Montegue, deren Sohn von türkischen Ärzten gerettet wurde, führte die Impfung im 19. Jahrhundert in Europa und England ein.

78. Das älteste Bild von St. Franziskus (Franz von Assisi) aus dem 13. Jahrhundert ( ca. 25 Jahre nach seinem Tod) in Istanbul befindet. In der Kyriotissa-Kirche, heute Kalenderhane-Moschee im Stadtviertel Süleymaniye/ Istanbul/ Türkei.








Papst Johannes XXIII.
Papst Johannes XXIII.

Papst Johannes XXIII.

 

Er war ein wahrer Freund der Türken, die er liebte und schätzte

 

Ende 1934 ernannte ihn Papst Pius XI. zum Apostolischen Legaten für die Türkei und Griechenland nach Istanbul.

Im Januar 1935 kam Angelo Roncalli erstmals an den Bosporus, wo er bis 1945 bleiben sollte. “Er war ein wahrer Freund der Türken, die er liebte und schätzte”, erklärte ein halbes Jahrhundert später der türkische Außenminister Ihsan Sabri Caglayangil anlässlich einer Roncalli-Woche, die 50 Jahre nach Ankunft des späteren Papstes in der Türkei veranstaltet wurde.

 

Schon 1936 sagte Roncalli: “Ich fühle eine tiefe Zuneigung für dieses Volk, zu dem mich der Herr gesandt hat.” Während seiner Exerzitien 1939 schrieb er: “Ich liebe die Türken.” Auch als Papst, zu dem er 1958 gewählt wurde, behielt er diese Haltung bei, die von der türkischen Regierung erwidert wurde. Seine Schreiben an das Apostolische Vikariat in Istanbul endeten mit guten Wünschen für das türkische Volk.


Papst Johannes Paul II.
Papst Johannes Paul II.

Papst Johannes Paul II. hat die Türkei nicht nur als ein Land der Bibel, sondern auch als ein wahrhaft heiliges Land der Urkirche betrachtet. Der Heilige Vater sagte; "so wie Palästina das Land Jesu ist, ist die Türkei das Land der Kirche."

„Die Türkei ist das heilige Land der Urkirche“

 

Die Türkei ist nämlich auch das Land der Bibel, gleich nach Palästina.

 

Es gibt im Alten und im Neuen Testament zahlreiche Hinweise auf das Gebiet der heutigen Türkei. Denken wir nur daran, dass der Berg Ararat, auf dem die Arche Noah landete, heute der höchste Berg der Türkei ist.

 

Im Süden des Ararat, an der heutigen irakischen Grenze, liegt die Stadt Haran.

Dort ist Abraham von Gott gerufen worden: „Zieh in das Land, das ich Dir zeigen werde“.

 

Aber besonders interessant wird es dann im Neuen Testament.

In Antiochien am Orontes, der heutigen Provinzstadt Antakya an der syrischen Grenze, werden nach der Apostelgeschichte die Jünger Jesu zum ersten Mal Christen genannt.

 

Ein Großteil der Paulusreisen hat auf dem heutigen Gebiet der Türkei stattgefunden.

Paulus ist in Antiochia gelandet, in Perge, Lystra und auch in Ephesus.

 

In der Apokalypse, dem letzten Buch unserer Heiligen Schrift, werden sieben Gemeinden genannt, an die der Evangelist Johannes die Sendschreiben richtet.Diese sieben Gemeinden liegen, von Smyrna (Izmir), Pergamon (Bergama), Thyratira (Akhisar), Philadelphia (Alaşehir), Sardes (Salihli), Laodicea (bei Denizli u. Hierapolis Pamukkale), Ephesus (Selcuk), alle auf dem Gebiet der heutigen Türkei.

 

Papst Johannes Paul II. hat das Land nicht nur als ein Land der Bibel, sondern auch als ein wahrhaft heiliges Land der Urkirche betrachtet. Der Heilige Vater sagte, so wie Palästina das Land Jesu ist, ist die Türkei das Land der Kirche.Natürlich denkt er an die Apostel Paulus und Johannes. Alle christlichen Kirchen haben gemeinsam, dass das große Glaubensbekenntnis von Nizäa und Konstantinopel nach zwei Städten benannt ist, die heute in der Türkei liegen: Iznik und Istanbul.

Der Papst dachte daran, dass es Apostelschüler gab, die sehr früh Märtyrer waren, wie zum Beispiel Ignatius von Antiochien oder der Heilige Polykarp von Smyrna.Alle Konzilien, auf denen unser Glaube definiert wurde, und die bis heute von allen Christen anerkannt werden, auch von den Protestanten, fanden in Städten der heutigen Türkei statt. Und vergessen wir nicht: Die vielen Väter der Kirche wie der heilige Chrysostomus, haben die wichtigste Theologie gleich nach der Bibel begründet.

 

Es war aber nicht so, dass das Christentum nach 1453 generell verfolgt wurde.

 

Im Gegenteil kann man sagen, der griechische Patriarch bekam sogar eine gewisse Aufwertung.

Er war zuständig für alle Christen des Reiches. Später wurde seine Macht beschnitten. Sie hing von den Sultanen ab und davon, wie sich die westlichen christlichen Mächte engagiert haben.

Im 19. Jahrhundert, vor allem während des Krimkrieges, engagierten sich die westlichen Mächte, die mit der Türkei gegen Russland verbündet waren, dermaßen, dass der Sultan, der damals noch Kalif (also Nachfolger des Propheten Mohammed) war, den Christen sogar Religionsfreiheit gewährte und den Übertritt vom Islam zum Christentum gestattete.

Von den etwa einhundertfünfzig Kirchen, die heute noch in Istanbul stehen, sind sicher einhundertvierzig erst im 19. Jahrhundert wieder errichtet oder völlig restauriert und umgebaut worden. 

 

Die Türkei ist im Bewusstsein vieler Menschen ein rein muslimisches Land.

Christen vermutet man dort eigentlich gar nicht.  
 
Die meisten Christen findet man in Konstantinopel, dem heutigen Istanbul.

Dort lebt weit über die Hälfte, wenn nicht gar achtzig Prozent aller Christen des Landes.Wir haben aber auch in Kleinasien noch Reste des Christentums.

In Izmir gibt es auch einen katholischen Erzbischof.Dieser Bischof hat nach dem Päpstlichen Jahrbuch keine zweitausend Katholiken mehr.

 

Aber es gibt allein in Smyrna sieben Kirchen, die von Orden betreut werden.

Dazu gehört Konia, wo noch Schwestern sind, aber kein Priester mehr.

Und das Haus Mariens bei Ephesus.

 

Die übrige Türkei bis Ankara untersteht dem Apostolischen Vikar des lateinischen Ritus von Konstantinopel.

 

Die Resttürkei bildet ein Apostolisches Vikariat Anatolien mit Kirchen in Antiochien, in Mersin, in Tarsus, und auch oben am Schwarzen Meer und in Samsun. Außer den wenigen, vielleicht zehntausend Katholiken gibt es noch armenische Gemeinden, und im Osten des Landes Reste syrisch-orthodoxen, aber auch syrisch-katholischen Christentums.

 

 

Mehr Christen sollten die Türkei besuchen 
Würde es das Verhältnis der Religionen insgesamt positiv beeinflussen, wenn jetzt wieder mehr Christen in der Türkei leben könnten?
 
Das auf jeden Fall!

Es würde ihnen schon helfen, wenn nur ein Bruchteil der Millionen westlicher Touristen, auch die christlichen Glaubensbrüder und schwestern, in die Türkei fahren würde.

Es fehlt aber an Informationen.

Ich kenne Priester, die ihre Messe heimlich, ohne den Bischof zu fragen, im Hotelzimmer gelesen haben, weil sie nichts von den sieben katholischen Kirchen wussten.

Hier müssen wir einfach viel mehr informieren.

Wenn nur zwei Millionen Deutsche jedes Jahr die Türkei besuchen, wenn nur zehn Prozent noch an ihrem Glauben hängen und zweihunderttausend Menschen am Sonntag fragen würden, wo die nächste Heilige Messe gefeiert würde, wäre das schon ein Zeichen.

Hier müssten wir eine Offensive starten, um den Glauben wieder präsent zu machen.

 

Zitate aus Interview mit Prof. Dr. Rudolf Grulich (2005)